BOY ACOSHA
SORGENKIND
(Julian Hoffmann)
Ich frage dich, mein Sorgenkind:
"Weißt du wo wir morgen sind?
Und kannst du mir auch sagen was wir tun?"
Wenn ich dann wieder weinen muss
dann nehm ich dich auf meinen Schoß
und trinke heimlich ein Glas Medizin.

Sorgenkind, mein Sorgenkind,
du gehst mit mir zu Grunde,
du lebst die schwarze Stunde.
Sorgenkind, ein Kind für jede Wunde.

Ich werd' noch viele Tage seh'n
und nachts an deinem Grabe steh'n,
und dann nehm ich dich wieder in's Gebet.
Ich steh bei dir und weine viel.
Die Einsamkeit ist ein Gefühl,
von unergründlicher Intensität.
Sorgenkind, mein Sorgenkind,
du hast so kleine Hände.
Wie's Lieschen die wohl fände?
Du lebst nicht mehr
als Kind von mir,
der Tag ist leer
und Sorgenschwer.

Dein Name ist in Stein gehaun,
als hätte man hier kein Vertraun,
dass uns're Zeit auch kleine Helden ehrt.
Und außer mir liest's immerhin
die alte Friedhofspflegerin,
die jeden Tag aufs neu das Laub wegkehrt.

Sorgenkind, mein Sorgenkind,
du lebst von Nacht zu Tage
was ich am Herzen trage.
Sorgenkind, ein Lied für deine Klage.



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